Von Alfen mit dem Fahrrad nach Paris, 1. – 3. Tag

With bicycle from Alfen (North Rhine-Westphalia, Germany) to Paris (France), the first 3 day’s

2019_07_24 Die Spannung steigt – unsere bedruckten Radshirts sind da.
The anticipation is rising. We have our „cycling-for-climate“-Shirts.

26.07.19 – Der erste Tag

Heute war es soweit – die Tour beginnt. Und bei mir unter einem schlechten Vorzeichen: Gestern Abend habe ich noch 1 1/2 Stunen bei meiner Zahnärztin verbracht. Sie riet mir von der Tour ab, gab mir dann aber prophylaktisch ein Rezept mit für den Fall, dass sich die operierte Stelle entzünden würde. Bis jetzt ist aber nichts derartiges passiert. Allerdings hat sich der Zahn, um den es auch ging, heute früh bereits verabschiedet. Es liegt jetzt in einem Soester Kühlschrank.

Insgesamt waren wir heute bei Temperaturen um die 40 Grad runde 130 km unterwegs und zum Schluss, gegen 17.30 Uhr, schon sehr kaputt. Jetzt sind wir in der Bochumer Jugendherberge. Sie wirkt wie ein Hotel. Sehr gut und absolut zu empfehlen.

Die Route war in etwa so: Alfen – Wewer – Salzkotten – Eikeloh – Soest – Unna – Dortmund – Bochum

In Herberts Wohnzimmer:

27.07.2019 – Der zweite Tag

Eins mal vorweg: An diesen beiden Tagen kann manfrau gut festmachen, was Temperaturen so ausmachen: Während ich am Ende des ersten Tages völlig fertig war (nur die härtesten Etappen auf dem Weg nach Santiago können da mithalten), hatte ich am zweiten Tag keinerlei Probleme. Gleich lange Strecke, aber im Durchschnitt 15 Grad weniger. Welch ein Unterschied. Da ist auch Regenfahren nicht so anstrengend wie bei 43 Grad in Bochumer und Dortmunder Häuserschluchten.

Der erste Teil der Strecke war durch die beeindruckende Industriekultur bestimmt. KOHLENPOTT – gibt es ja heute nicht mehr. Aber alles, was dafür früher erforderlich war und bis heute, teils als Ruine, mehr oder weniger erhalten ist. Beeindruckend war für mich auch, dass wir, quasi wie auf dem Emsradweg, am Wasser entlang gefahren sind. Der Rhein-Herne-Kanal bestimmte bis etwa Duisburg unsere Strecke. Und das erste „exotische Tier“ haben wir auch entdeckt (genauer: Katja). Eine Landschildkröte, die wsl. schon lange dort lebte und sich offenbar in unseren Gefilden wohlfühlt. Klimawandel oder notgedrungene Anpassung an neue Biotope? Vielleicht ja beides. Jedenfalls wird der Klimawandel sicher dazu führen, dass derartige Tiere auf absehbare Zeit auch bei uns überleben werden.

Mittags in Duisburg: Kleiner Schock – noch 77 km bis Roermond. Unser „Schlendern“ und Fotografieren hatte dazu geführt, dass wir wenige km „geschafft“ hatten, dafür aber viele Bilder „im Kasten“ waren. Naja. Also: Strecke machen. Kaum noch Fotos. Als wir aber am Hans-Dieter-Hüsch-Haus in Moers vorbei kamen, musste ich trotzdem ein Foto machen. Schließlich war er einer meiner Lieblingskabarettisten. Etwas später kam dann der Regen. Um 19.15 Uhr waren wir dann an unserer zweiten Unterkunft.

Jetzt beginnt der dritte Tag mit einem leckeren Frühstück. Heute sind es nur ca. 80 km. Mal sehen, was der Tag so bringt.

Nachtrag: Auch wenn ich es schon vergessen hatte: Gestern hatten wir unsere erste Panne: Auf einer wassergebundenen Fahrbahn hatte Katja den erste Platten. Nicht schön, passiert aber hin und wieder. Schnell repariert – dann ging’s weiter.

28.07.2019 – Der dritte Tag

Und wieder war es ganz anders: Gestern wettermäßig schön mit einem „feuchten Ende“, vorgestern extrem heiß. Heute dagegegen mit 17 – 18 Grad und fast durchweg Nieselregen oder richtiger Regen. Sehr abwechselungsreich ist’s auf dem Weg nach Paris. Übrigens auch die Straßen und Wege: Heute sind wir sowohl auf autobahnähnlich ausgebauten Straßen gefahren wie auf sehr einfachen Feldwegen. Ich bin schon sehr gespannt wie es Morgen geht. Hier sind einige Fotos (mehr waren durch den permanenten Regen auch nicht drin):

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