Keine Stimme für die AfD bei der Kommunalwahl 2020 in Borchen!

2020-08-25 Knapp 3 Wochen vor der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen ist es mir wichtig, deutlich zu machen, dass auch bei uns in Borchen die AfD dabei ist, sich quasi auf leisen Sohlen in den Gemeinderat zu schleichen. Darum möchte ich hier aus einer Rede (leicht angepasst) zitieren, die ich im Oktober 2016 anlässlich einer AfD-Veranstaltung im Bereich Kamp/Rathaus in Borchen gehalten habe.

Auch vier Jahre nach dieser Rede hat sich inhaltlich kaum etwas geändert.

„Wenn Flüchtlinge in diesem Land bedroht, beschimpft und tätlich angegriffen werden, wenn Unterkünfte brennen, wenn Politiker bedroht und geschlagen werden oder wenn Hassposts und üble Beschimpfungen in den sozialen Medien normal werden, dann sind Grenzen überschritten und dann ist ein gesellschaftliches Klima erreicht, das aktives Handeln und Eingreifen notwendig macht. Dann müssen wir die Stimme erheben – und zwar gegen Rassismus, gegen jedwede Unterdrückung von Minderheiten und für Menschlichkeit.“

Ich will meinen Kindern und Kindeskindern eine Welt hinterlassen in der es sich zu leben lohnt. Zum Wohle unseres Landes und der Menschen, die hier leben oder zukünftig hierher kommen. Ich will, dass wir wieder von GASTFREUNDSCHAFT sprechen und sie leben. So, wie wir es fast überall auf dieser Welt erleben. Ich will, dass wir, unsere Kinder und Kindeskinder in diesem Land mit Freude TEILEN und Bedürftigen HELFEN. Sie sollen helfen UND NICHT HASSEN!

Und ich will auf keinen Fall, dass die Politik der AfD noch mehr Raum erhält. Dort wird Fremdenfeindlichkeit und das Schüren von Angst postuliert. Mit Neid und Missgunst versuchen sie, die Gesellschaft zu spalten. Auf dem schlimmsten Plakat, das ich gesehen habe, steht „ABSCHIEBE- statt FRAUENQUOTE. Das meint ja wohl: Deutschland den Deutschen – Ausländer raus. Das bedeutet aber auch (und das ist mindestens genauso schlimm): Frauen zurück an den Herd. Dagegen heißt es zu agieren – heißt es, Position zu beziehen.

Die meisten von uns sind in einer Welt aufgewachsen, in der man über Freiheit nicht nachdenken muss. Sie war und ist einfach da. Für die meisten von uns sind die Begriffe „Respekt“, „Eigentum verpflichtet“, „Achtsamkeit“ und „Demokratie“ so selbstverständlich, dass wir darüber nicht nachdenken müssen. Wahrscheinlich muss vielen von uns wieder klar werden, dass Demokratie nicht einfach da ist. Sie muss gelebt werden, wir müssen auch wieder darum kämpfen.

Wir brauchen einen offenen politischen Diskurs und keine Hetze. Wer wie die AfD von politischem Fegefeuer spricht ist geistiger Brandstifter und nimmt bewusst in Kauf, dass Menschen zur lebenden Fackel werden, nimmt in Kauf, das Heime angezündet werden. Jeder, der sich für Andersdenkende und Andersaussehende einsetzt muss befürchten, mindestens mit Hass überzogen zu werden. Ich will Vielfalt statt Einfalt. Wie wertvoll unsere Freiheit ist, will ich nicht erst dann merken, wenn ich sie nicht mehr habe.

Auch in Borchen brauchen wir ein Netz der Zusammenarbeit. So wie es seit Beginn der Corona-Pandemie unser „Borchen hält zusammen“ gibt, braucht es auch den solidarischen politischen Zusammenhalt gegen die AfD. Nicht erst nach der Wahl, sondern jetzt! Setzen wir gegen Vorurteile und Menschenfeindlichkeit das Eintreten FÜR EINE OFFENE UND TOLERANTE Gesellschaft. Mit Vielfalt statt Einfalt.

Kein Millimeter nach rechts. Keine Stimme für die AfD!

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